Kreisjägerschaft NORDFRIESLAND e.V.
Meer als Jagd

Willkommen im 

WEB-Revier der KJS NORDFRIESLAND

Abendspaziergang

Die Sonne strahlte den ganzen Tag von einem blauen Frühlingshimmel und täuschte Mensch und Tier noch nicht vorhandene Temperaturen vor. Trotzdem hielt es mich nicht im Büro, sondern ich nahm Fernglas und Hunde und marschierte durch die würzige, aber noch scharfe Frühlingsluft im Revier dem Wasserbiotop zu. 
Dem Weißdorn platzten die Knospen und das helle frische Grün der neuen Blätter wetteiferte mit den weißen Blüten, die den Schwarzdornzweigen direkt entsprangen. Auch Eberesche und Weide grünten schon aus, nur die Eiche hielt sich noch vornehm zurück, sie hatte auch gerade erst die letzten verdorrten Blätter des Vorjahres abgeworfen. Am Wegesrand spitzte das neue Gras durch die trockene Schicht des vorjährigen, die Mäusen und Kerbtieren durch den Winter geholfen hatte. Allenthalben Aufbruch mit frischen Farben ins neue Jahreswachstum.
Morgens hatte die Drossel schon ihr schönstes Lied angestimmt und so den neuen Tag eingeläutet, jetzt trillerte die Feldlärche über den Graskoppeln und der Ringeltauber schwang sich mit klatschendem Flügelschlag im Sturzflug zur Balz. Von Fern hörte man den großprotzigen Fasan prahlen und wenn das Glück einem hold war, konnte man dem Rebhahnruf nach seiner Liebsten lauschen. 
Die Natur war erwacht, die schönste Zeit des Jahres hatte über Nacht Einzug gehalten, es war Ende März und wie in fast jedem Jahr gab es ein paar Tage, die zu langen Reviergängen in zu leichter Kleidung verführten. Es würde noch wieder anders kommen, ehe der Durchbruch endgültig geschafft war, aber gerade diese seltenen Abende lockten mich ins Revier um zu schauen und zu riechen, zu genießen. 
Der Sandweg war noch nass, in den ausgefahrenen Spuren stand das Wasser, aber auch hier gab es auf dem Mittelstreifen schon erstes, zaghaftes neues Grün. Zausel vom Roggenhof, mein passionierter kleiner Rauhaarteckel verschwand immer wieder im Rau des Wegesrands um neue Fährten aufzunehmen, wohingegen der Kurzhaarrüde Gustav vom Sophiental gemächlich an meiner Seite dahintrottete, dem Kleinen ab und zu mit der Nase folgend, aber dann, ein kurzer Blick zu mir, als wollte er sagen: Es ist noch nicht soweit, was will der Kleine nur in dem nassen Graben? 
Langsam nähern wir uns dem Ziel, einer halbhektargroßen Wasserfläche mit mäandrierenden Ufern und angrenzenden breiten mit Weiden, Obstbäumen, Flieder, Dorn und Strauchwerk bewachsenen Saumstreifen. Alles Wild wird von solch einer Ruhezone angezogen, deshalb kommen die Hunde jetzt an die Leine und wir pirschen uns vorsichtig unter Wind an die alte Bank und rühren uns nicht mehr.
Reiherenten rudern über die Fläche, die Erpel noch in der Überzahl, aber auch die Stockentenerpel prahlen mit ihrem jetzt leuchtenden Gefieder und buhlen um die Gunst der braunen Weiblichkeit. Hinter der Insel kommt auf einmal die Graugansmutter mit den gerade geschlüpften gelben Daunenkugeln hervorgeschwommen, der Ganter sichert mit langem Stingel auf der Insel den kleinen Ausflug. Zwei Austernfischer ruhen auf dem Sandufer der zweiten Insel und inzwischen sind auch zwei Brandentenpaare gelandet. Diese hatten im Vorjahr auch schon auf der Insel in den beiden Höhlen gebrütet. Allgemeine Aufregung herrscht, als sich ein Nilganspärchen auf dem Wasser niederlässt. Sofort wird der Nachwuchs von den Graugänsen in den sicheren Uferbereich unter eine alte Weide gebracht und darauf die Eindringlinge lautstark zu vertreiben versucht. Das will nicht gelingen, also muss man sich arrangieren. Ich bin gespannt, wer die besseren Nerven hat und das Brutrevier für sich sichern kann. 
Der Blick nach Westen zeigt einen blutroten Feuerball, der sich langsam auf den Horizont senkt. So ein Bilderbuchsonnenuntergang verspricht auch für den nächsten Tag schönes, klares Frühlingswetter. Langsam kriecht die Kälte am Rücken hoch und die Hunde werden ungeduldig, sodass wir diesen idyllischen Platz leise und gedeckt verlassen und uns auf den Heimweg machen, wo zwei volle Hundenäpfe und ein zünftiges Abendbrot auf uns warten. Auf bald!

Thomas Carstensen, 
Kreisjägermeister

JHV des Hochwildringes NF

Wann: 19.März 2026, 19 Uhr

Wo: Gemeindehaus Braderup, Alter Landweg 3, Braderup

JHV der Kreisjägerschaft Nordfriesland

Wann: 26.März 2026, 19 Uhr

Wo: Sophien-Magdalenenkoog, Koogshalle

Neues aus den Revieren

Achtrup - Hubertusmesse [ ... ]

Föhr - Hubertusmesse [ ... ]

Schwabstedt - Bauernmarkt [ ... ]

Das neue Lehrmobil der Kreisjägerschaft Nordfriesland

„Wie‘s funktioniert, dass merkst du erst, wenn du‘s benutzt…!“
Und so stellten wir im Echtbetrieb einer Veranstaltung fest, dass das Lehrmobil der Kreisjägerschaft NF inzwischen in die Jahre gekommen war, Einiges überholt, Einiges leider kaputt, Einiges in Teilen nicht mehr zeitgemäß oder ansprechend war. In diesem Mobil stecken viele Stunden Arbeit und es haben sich in der Vergangenheit Waidgesellen Mühe gemacht unser Handwerk, die Hege und Pflege, den Blick in die Natur und auf das Wild darzustellen. Eine tolle Möglichkeit die Jagd zu präsentieren, dass wollten wir fortführen. Geboren war die Idee, das Lehrmobil zukunftsfähig zu machen. [ ... ]


Der ONLINE - Mitgliedsantrag ist da !

Jetzt Mitglied werden

Für Kinder- und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr ist die Mitgliedschaft im LJV kostenlos. Jagdscheinanwärter profitieren von einer kostenlosen einjährigen Schnuppermitgliedschaft.

Vorteile für SIE

  • Freuen Sie sich 10-mal im Jahr auf unsere Mitgliedszeitschrift „Jäger in Schleswig-Holstein“ 
  • Profitieren Sie von den günstigen Konditionen auf unseren Schießständen
  • Sparen Sie Geld bei den Rabattaktionen für Mitglieder z.B. beim Autokauf oder Handyvertrag
  • Nutzen Sie die Weiterbildungsangebote für Mitglieder – vom Ansprechseminar über Motorsägenkurse bis zum Zerwirkkurs ist alles dabei
  • Über Aktivitäten vor Ort informiert Sie die Kreisjägerschaft oder der Hegering in Ihrer Nähe
  • Wir informieren und beraten Sie in unseren Umweltbildungseinrichtungen, wie bspw. dem Hegelehrrevier Grönwohld rund um den Naturschutz und die Jagd
  • Ihren Mitgliedsbeitrag können Sie von der Steuer absetzen
  • Ihre Mitgliedschaft ist jährlich kündbar   

Aufbewahrung von Waffenschrankschlüsseln

In einer Entscheidung vom 30.08.2023 (Az.: 20 A 2384/20) hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) NRW in Münster bestimmte Vorgaben zur Aufbewahrung des Schlüssels zum Waffenschrank gemacht. [ ... ]
Das Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport in Schleswig-Holstein hat auf Anfrage des LJV-SH das Urteil des OVG wie folgt eingeordnet: 

 

"Die Vorgabe des OVG Münster, dass eine Aufbewahrung von Schrankschlüsseln nur dann ordnungsgemäß ist, wenn sie in einem Sicherheitsbehältnis erfolgt, das mindestens demjenigen Sicherheitsniveau des Sicherheitsbehältnisses entspricht, in dem die Waffen oder die Munition aufbewahrt werden, wird von hier nicht als zwingend erachtet. Das Urteil des OVG Münster entfaltet keine rechtsbindende Wirkung für das Land Schleswig-Holstein und die für die Ausführung des Waffengesetzes zuständigen Waffenbehörden...."

Zur Kenntnis und Beachtung lesen Sie bitte beigefügtes Schreiben sorgfältig.